Ein offener Arbeitsmarkt für Forscherinnen und Forscher (EFR-Priorität 3)

Eine Europakarte mit roten Stecknadeln, die in verschiedene Länder gepint sind.

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Internationale Forschungsaufenthalte sind längst ein Kriterium für wissenschaftliche Exzellenz. Neben dem Ausbau der persönlichen wissenschaftlichen Expertise entwickeln sich durch im Ausland verbrachte Arbeitsjahre tragfähige Netzwerke. Nachwuchs- und exzellente Forschende aus dem Ausland, einschließlich rückkehrender Forschender, werden sich jedoch nur dann für den Wissenschaftsstandort Europa entscheiden, wenn ihnen attraktive Arbeitsbedingungen und Karriereaussichten geboten werden.

Ziele und Inhalt

Im Zentrum der EFR-Priorität eines offenen Arbeitsmarktes für Forscherinnen und Forscher steht die Vergabe von Stellen anhand von offenen, transparenten und leistungsbezogenen Einstellungsverfahren, der Abbau rechtlicher Hindernisse für die Mitnahme von Stipendien ins Ausland, eine umfassende Nutzung des EURAXESS-Netzwerks als zentrale Informationsplattform, die Einführung strukturierter innovativer Doktoranden-Programme und die Schaffung förderlicher Rahmenbedingungen für die Umsetzung der HR-Strategie für Forschende unter Einbeziehung von Charta und Kodex.

In der ERA Roadmap 2015 - 2020 haben sich die Mitgliedstaaten auf folgenden Schwerpunkt geeinigt: Offene, transparente und leistungsbezogene Verfahren zur Besetzung von Stellen im Bereich der Forschung.

Maßnahmen

Die Roadmap der EFR-Strategie der Bundesregierung 2014 sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Weitere Verbesserung der Mobilitätsbedingungen für die Wissenschaft.
  • Engagement der Hochschulrektorenkonferenz für flexiblere Alterssicherungssysteme.
  • Mobilitätsförderung durch die Alexander von Humboldt-Stiftung und den Deutschen Akademischen Austauschdienst.
  • Aktive Unterstützung der Umsetzung von und Beteiligung an Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) unter Horizont 2020.
  • Verbesserung der Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
  • Stärkung der Personalentwicklung im Wissenschaftsbereich an den Hochschulen.
  • Fortführung und Weiterentwicklung innovativer Ansätze der Nachwuchsförderung in den Wissenschaftsorganisationen.