Die Prioritäten des EFR

Weiterführende Artikel

Effektivere nationale Forschungssysteme (EFR-Priorität 1)

Effektive nationale Forschungssysteme sind die Grundlage der europäischen Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Forschung und Innovation. Der Europäische Forschungsraum soll den freien Austausch von Wissen ermöglichen und stützt sich dabei auf 28 eigenständige nationale Forschungssysteme der Mitgliedstaaten, die aus nationalen Steuereinnahmen finanziert werden. Es gilt, diese Systeme auf der Grundlage der eigenen Stärken auszubauen und zum gegenseitigen Nutzen stärker zu verknüpfen und zu öffnen. 

Länderübergreifende Zusammenarbeit (EFR-Priorität 2)

Die EFR-Priorität 'Optimale länderübergreifende Zusammenarbeit und entsprechender Wettbewerb' basiert auf dem breiten Konsens, dass globale, soziale und ökologische Herausforderungen nur im Zusammenwirken von Staaten, deren Ressourcen und wissenschaftlicher Expertise gelöst werden können. Im Fokus stehen die gemeinsame Programmplanung und große Forschungsinfrastrukturen. 

Ein offener Arbeitsmarkt für Forscherinnen und Forscher (EFR-Priorität 3)

Internationale Forschungsaufenthalte sind längst ein Kriterium für wissenschaftliche Exzellenz. Neben dem Ausbau der persönlichen wissenschaftlichen Expertise entwickeln sich durch im Ausland verbrachte Arbeitsjahre tragfähige Netzwerke. Nachwuchs- und exzellente Forschende aus dem Ausland, einschließlich rückkehrender Forschender, werden sich jedoch nur dann für den Wissenschaftsstandort Europa entscheiden, wenn ihnen attraktive Arbeitsbedingungen und Karriereaussichten geboten werden.  

Gleichstellungsaspekte (EFR-Priorität 4)

Leistungsfähigkeit und Innovationskraft des Europäischen Forschungsraums lassen sich langfristig nur sichern, wenn die vorhandenen Potenziale in allen Bereichen voll ausgeschöpft werden. Europa hat die Ausweitung der Wissensgesellschaft zum Ziel. Unterrepräsentierte Gruppen, im Wissenschaftsbereich häufig Frauen, geraten damit stärker in den Blick. Hinzu kommt die Erkenntnis, dass Forschungs- und Innovationsansätze ohne die Berücksichtigung der Genderdimension vielfach unvollständig bleiben. 

Wissenstransfer / Open Access (EFR-Priorität 5)

Der effektive Wissenstransfer ist ein entscheidender Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung von Ideen und Forschungsergebnissen in Innovationen. Forschungsergebnisse sollen möglichst frei zugänglich sein und der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung neue Impulse geben. Durch die rasante Entwicklung der Digitalisierung steht die EFR-Priorität "Wissenstransfer" aktuell besonders im Fokus. 

Internationale Zusammenarbeit (EFR-Priorität 6)

Exzellente Forschung macht weder an nationalen noch an EU-Außengrenzen halt. Daher liegt ein Schwerpunkt der Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums im Ausbau seiner internationalen Dimension, d. h. in der Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Staaten. Horizont 2020 ist als Instrument des Europäischen Forschungsraums grundsätzlich offen für alle Länder, so dass europäische Forschende mit den besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit zusammenarbeiten können.