ERC Synergy Grants

Eine Glühbirne, in der ein grünes Blatt wächst

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Die Nationale Kontaktstelle zum Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) wird gemeinsam vom EU-Büro des BMBF (im Projektträger im DLR) und der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi) betreut.

 

 

ERC Synergy Grants

Die ERC Synergy Grants fördern Teams von zwei bis vier vielversprechenden Wissenschaftler/innen.

Zielgruppe der ERC Synergy Grants sind exzellente Nachwuchswissenschaftler/innen, sowie etablierte aktive Forschende mit herausragenden wissenschaftlichen Leistungen.

Als Grundlage für die Bewertung dienen, abhängig von Forschungsfeld und Karrierezeitpunkt, bestimmte Benchmarks. Dazu zählen u.a. wichtige unabhängig verfasste Publikationen, Publikationen als Erstautor/in in führenden internationalen Zeitschriften, (übersetzte) Monographien, Patente, Vorträge auf internationalen Konferenzen oder (inter-) nationale Wissenschaftspreise.

Die Projekte sollen zu Entdeckungen an den Schnittstellen zwischen etablierten Disziplinen und zu substantiellen Fortschritten an den Grenzen des Wissens führen. Denkbar sind die Entwicklung neuer Methoden und Techniken, sowie ungewöhnliche Herangehensweisen. Die Projekte sollen nur durch die Zusammenarbeit der benannten Forscherinnen und Forscher möglich sein. Es muss deutlich werden, warum das Projekt nur durch diese Zusammenarbeit sinnvoll und erfolgsversprechend ist.

Die grundlegenden Prinzipien der Einzelförderlinien des ERC gelten auch für die Synergy Grants:

  • Fokus auf individuelle Forschende
  • Bottom-up Ansatz ohne thematische Vorgabe
  • Wissenschaftliche Exzellenz als alleiniges Evaluierungskriterium

Kurzinformation:

Zielgruppe: Aufstrebende Nachwuchsforschende, die bereits erste unabhängige Forschungsergebnisse nachweisen können sowie etablierte Wissenschaftler/Wissenschaftlerinnen mit herausragender wissenschaftlicher Leistungsbilanz. Es gibt keine Anforderungen zu akademischen Titel (z.B. Promotion, Professur).

Jeder Principal Investigator (PI) muss einen Lebenslauf und abhängig von der Karrierestufe ein „early achievement record“ oder ein „10-year track record“ vorweisen. Darüber hinaus ist es erforderlich, ein Scientific Proposal (15 Seiten) sowie eine Extended Synopsis des Antrags (5 Seiten) vorzulegen.

Im Projekt sind alle Principal Investigator (PI) gleichermaßen aktiv beteiligt. Ein/e PI ist als „corresponding PI“ der administrative Kontakt für den ERC.

Budget und Laufzeit: Die maximal Fördersumme pro Projekt beträgt 10 Millionen Euro für eine Laufzeit von bis zu 6 Jahren. In Ausnahmefällen können zusätzlich und einmalig bis zu 4 Millionen Euro angefragt werden.

Forschungsthema: offen für alle Forschungsbereiche "bottom up",

Förderung: 100 % der direkten Kosten plus 25 % Overhead für indirekte Kosten

Gasteinrichtung: Universitäten/Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen, internationale Organisationen und Unternehmen mit Sitz in einem EU-Mitglied- bzw. an das Rahmenprogramm Assoziierten Staat. Anträge werden vom Corresponding Principal Investigator im Namen der Forschungsgruppe eingereicht.

Die Forschenden (und ihre Teams) können an derselben Einrichtung angestellt sein oder auf mehrere Gasteinrichtungen verteilt sein.

Antragstellung: Der Antrag besteht aus mehreren Teilen. B1 beinhaltet die Einreichung der Lebensläufe, Track Records und Funding ID der Principal Investigators sowie einer fünfseitige Zusammenfassung des Projekts, B2 umfasst eine fünfzehnseitige Projektzusammenfassung.

Leitfaden zur Antragstellung 
 

Evaluierung: Dem einstufigen Antragsverfahren folgt ein dreistufiges Evaluierungsverfahren. Anträge werden in einem Peer Review-Verfahren von unabhängigen Experten/innen in drei Stufen begutachtet. Wissenschaftliche Exzellenz ist das alleinige Auswahlkriterium. Die Bewertung der Principal Investigators und des Projektes erfolgt mit einer Benotung (A/B/C). Die PIs werden separat bewertet unter Berücksichtigung des Karrierestands und des Wissenschaftsumfelds.

Stufe 1: nur Teil B1 wird bewertet (5-seitige Zusammenfassung des Projekts, CV, Track Record)

Die Evaluierung erfolgt durch einen Pool von rund 85 Gutachtern. Die jeweiligen Panels werden dynamisch zusammengestellt, um die bestmögliche Expertise für eine Gruppe von Anträgen zu gewährleisten.

Ergebnisse/Einstufung:

  • A: Hohe Qualität - Erreicht Stufe 2
  • B: Gute Qualität - Erreicht Stufe 2 nicht
  • C: Nicht ausreichende Qualität

Stufe 2: gesamter Antrag wird bewertet, d.h. B1 (s.o.) und B2 (15-seitige Projektbeschreibung)

Der vollständige Antrag wird geprüft. Die ausgewählten Anträge werden von fünf Panels erneut bewertet. Auf Grundlage dieser Beurteilungen wird eine Teilgruppe der eingereichten Anträge in die nächste Phase überstellt, was die Einladung der PIs nach Brüssel zur Folge hat.

Ergebnisse/ Einstufung:

  • A: Hohe Qualität – Erreicht Stufe 3
  • B: Hohe Qualität - Nicht ausreichend um in Stufe 3 zu gelangen

Stufe 3: Principal Investigators werden zu Interview eingeladen

An diesem Punkt des Auswahlverfahrens werden die PIs der ausgewählten A-Anträge aus Stufe 2 zu einem Interview in den Panels nach Brüssel eingeladen.

Ergebnisse/ Einstufung:

  • A: Projekt wird zur Förderung vorgeschlagen
  • B: Projekt wird nicht zur Förderung vorgeschlagen

Das Ergebnis hat Auswirkungen auf eine erneute Einreichung beim ERC. Alle Principal Investigator, die einen Antrag im Synergy Grant Call 2018 gestellt haben, unterliegen voraussichtlich folgenden Beschränkungen für die Ausschreibungen unter dem Arbeitsprogramm 2019:

  • Note B in Stufe 1 oder in Stufe 2: keine Antragstellung für Synergy Grants in der nächsten Ausschreibungsrunde 2019 möglich
  • Note C in Stufe 1: keine Antragstellung für Synergy Grants, Starting Grants, Consolidator Grant, Advanced Grants in der nächsten Ausschreibungsrunde 2019 möglich; voraussichtlich auch keine Einreichung beim Synergy Grant Call 2020 möglich

 

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Aktuelle Ausschreibung

Aktuelle Ausschreibungen finden Sie immer auf dem Teilnehmerportal der Europäischen Kommission.

Die Synergy Grant Ausschreibung 2018 öffnete am 3. August 2017.

Die Deadline ist der 14. November 2017.
 

Ausschreibungsunterlagen finden Sie dann hier.

Benachrichtigungszeiträume finden Sie im Arbeitsprogramm 2018 auf Seite 5.

 

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Ergebnisse vergangener Ausschreibungen

Synergy-2013

Es gingen 449 Anträge ein. Damit sind zwar weniger Anträge eingegangen als im letzten Jahr, die Ausschreibung ist aber dennoch deutlich überzeichnet. Die Erfolgsquote liegt bei ca. 3 %.

Von den 150 Millionen Euro wurden 13 Projekte in ganz Europa gefördert, mit 45 Principal Investigators (PI).

Zwei der Projekte haben in Deutschland die Haupt-Gasteinrichtung, an weiteren drei sind deutsche Einrichtungen beteiligt. Insgesamt 12 PIs sind an deutschen Einrichtungen angesiedelt – deutlich mehr als in allen anderen Ländern (Spanien: 7, UK 6).

Die Vorsitzenden der fünf Evaluierungspanels finden Sie hier.

Synergy-2012

Bei der ersten Ausschreibung der "Synergy Grants" (SyG-2012) mit Deadline im Januar 2012 gingen insgesamt 710 Anträge ein.

Es wurden 11 Projekte gefördert. Das durchschnittliche Projektbudget liegt bei 11,5 Millionen Euro.

Vier der Projekte sind schwerpunktmäßig in Deutschland angesiedelt ("Corresponding Host Institution"). An einigen Projekten sind auch mehrere Einrichtungen, teilweise grenzüberschreitend, beteiligt.

Die Liste der ausgewählten Projekte finden Sie hier.

Dies waren die Gutachtenden der Synergy Grants 2012 und Synergy Grants 2013.
 

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