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  • Euro HPC: Europäische Initiative für mehr Supercomputer in Europa

    Die Europäische Kommission will noch 2018 ein neues Gemeinsames Unternehmen (Joint Undertaking, Maßnahme nach Artikel 187 des AEUV) EuroHPC JU verwirklichen. Dafür hat sie am 11. Januar 2018 dem Rat einen Entwurf für eine Verordnung vorgelegt. Ziel ist, dass bis 2022/2023 Supercomputer mit einer Leistungsfähigkeit im Bereich bis 1018 Rechenoperationen pro Sekunde (exa-scale) für Nutzer aus Industrie und Forschung in Europa bereitstehen. Die Rechner sollen auf der Grundlage europäischer Technologien entstehen. Rund 1 Milliarde Euro sollen in den Bau mehrerer Computersysteme der neuen Hochleistungsklasse (HPC) als auch die Entwicklung von Anwendungen fließen. Rund 486 Millionen Euro bringt die EU auf, der Rest soll von den beteiligten Mitgliedstaaten kommen. Die Mittel werden über den aktuellen mehrjährigen Finanzrahmen unter anderem über Horizont 2020 (z. B. LEIT, FET Proactive) schon heute für High Performance Computing bereitgestellt.

    Der Initiative war die Unterzeichnung der EuroHPC-Erklärung durch zunächst sieben EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, vorangegangen. Später traten sechs weitere Länder bei. Neben diesen 13 Staaten und der Europäischen Kommission werden auch private Akteure dem Unternehmen beitreten. ETP4HPC und BDVA haben bereits Unterstützung signalisiert. Das Joint Undertaking soll von 2019 bis 2026 laufen.

    Ab 2019/2020 wird das EuroHPC bis der Ausschreibungen von Forschungs- und Innovationsmaßnahmen beginnen und gleichzeitig die Beschaffung von Hochleistungsrechnern im Pre-Exascale-Bereich vorantreiben.

  • Neue Gutachterlisten veröffentlicht

    Die Europäische Kommission hat die Namen aller Personen veröffentlicht, die 2016 an der Begutachtung von FET-Anträgen beteiligt waren. Insgesamt waren dies mehr als 900 Expertinnen und Experten. 88 hiervon besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit.

    Die Begutachtung von Anträgen ist eine hervorragende Vorbereitung darauf, einen eigenen Antrag zu stellen und sich mit anderen herausragenden wissenschaftlichen Persönlichkeiten zu vernetzen. Bei Interesse ist die Registrierung in einer Expertendatenbank der Europäischen Kommission erforderlich. Dort legt jede/r Interessierte ein Profil an. Sinnvolle Schlagworte erhöhen die Wahrscheinlichkeit für die Berufung in eine Begutachtungskommission.

    Liste der Begutachtenden

  • Neues von Flag-ERA: Ausschreibungsergebnisse und Hilfe bei der Partnersuche

    FLAG-ERA hat am 20. Oktober 2017 die Ergebnisse seiner letzten transnationalen Ausschreibung (Frist: 11. Juli 2017) bekannt gegeben. Insgesamt werden 23 Projekte gefördert. Eines wird von einer deutschen Einrichtung koordiniert; an weiteren sieben Projekten ist Deutschland beteiligt.

    Einrichtungen, die sich für eine Partnerschaft mit dem Human Brain Project oder Graphene interessieren, bietet FLAG-ERA einen neuen Service. Die Suche nach passenden Partnern wird jetzt mit einem Partner-Such-Formular erleichtert. Hier können Projektideen präsentiert werden und potentielle Partner nach Projekten suchen.

    Ergebnis der Ausschreibung 2017

  • Abschlussbericht zum Quantentechnologie-Flagship veröffentlicht

    Der hochrangige Lenkungsausschuss zum Quantentechnologie-Flagship unter der Leitung des deutschen Quantenphysikers Jürgen Mlynek hat im September 2017 seinen Abschlussbericht vorgelegt. Die Experten legen damit ihre Vorschläge zur inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung des Flagships vor. Sie fordern, dass sich die Steuerung des Flagships streng an den Prinzipien Exzellenz, Transparenz, Offenheit und Verbindung mit anderen bestehenden Programmen orientiert. Dazu unterbreiten sie konkrete Vorschläge für Gremien und deren Rollen sowie entsprechende Steuerungs- und Interaktionsmechanismen. Um dem Tranzparenzgebot zu genügen, wurde auch eine Liste mit Vorschlägen für Schlüsselindikatoren zur Leistungskontrolle vorgelegt.

    Die bereits im Februar veröffentlichte Strategische Forschungsagenda ist ebenfalls Teil des Berichts.

    Quantum Technologies FlagshipFinal Report des High-Level Steering Committee

  • Graphene-Flagship auf einem guten Weg

    Im September 2017 veröffentlichte die EU-Kommission eine Zusammenfassung der Ergebnisse einer Überprüfung der Arbeit am Graphene-Flagship. Vierzehn ausgewiesene Experten prüften zwei Monate lang die erzielten Fortschritte und zogen eine positive Bilanz. Im überprüften Zeitraum (April 2016 bis März 2017) wurden entscheidende Schritte gemacht, um Graphen als Material aus den Labors in industrielle Anwendungen zu bringen. Zu den Erfolgen zählen neue Sensoren für medizinische Anwendungen und die Automobilbranche, ein regelbares Sieb aus einer Graphene-Oxid-Membran zur Wasserentsalzung und ein graphenbasiertes Elektrodenmaterial, das bald in Batterien eingesetzt werden könnte.

    Insgesamt wurden fünf Anwendungen patentiert, 37 weitere Anträge wurden eingereicht. Zu den kommenden Herausforderungen zählt vor allem die Integration der neuen Partner im Graphene-Flagship.

  • Veröffentlichung Zwischenevaluierung FET Flagships

    Drei Jahre nach dem Start der operationalen Phase der FET Flagships "Human Brain" und "Graphene" unter Horizont 2020 hat die Europäische Kommission den Zwischenbericht des hochrangigen Panels zur Evaluierung der FET Flagships veröffentlicht. Ziel des Berichtes ist es, die strategische Relevanz des Flagship-Instrumentes zu analysieren und Empfehlungen zur verbesserten Implementierung  auszusprechen. Deutscher Vertreter im Panel ist Matthias Kleiner, Leibniz-Gemeinschaft. Die Ergebnisse der Evaluierung sollen sowohl in die laufenden Flagships einfließen als auch in die Entstehung neuer Flagships, wie dem Flagship zur Quantentechnologie.

    Der Bericht bestätigt die hohe Relevanz der FET-Flagships für den europäischen Forschungs- und Innovationsraum und ihr großes Potenzial für innovative Forschung. Jedoch sehen die Experten noch Verbesserungsbedarf:

    • Die Flagships sollten besser von anderen Forschungsinstrumenten abgegrenzt werden können. Hierbei könnte die Anwendung der "Technology Readiness Level" (TRL) hilfreich sein.
    • Ein längerer Förderzyklus sollte implementiert werden, um die Flexibilität des Instruments zu verbessern.
    • Strategische Beiräte sollten in allen Flagships installiert werden, um die Einbettung in einen globalen Kontext zu gewährleisten.
    • Ein höherer Grad an Interaktion zwischen den verschiedenen Horizont-2020-Instrumenten wird empfohlen.
    • Thematisch verwandte Initiativen, mit denen noch keine Zusammenarbeit besteht, sollten verstärkt eingebunden werden, um eine größere strukturierende Wirkung zu gewährleisten und Doppelarbeit zu vermeiden.

    Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.

    In seinem Blog hebt Andrus Ansip, (Vize-)Kommissionspräsident für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, die Bedeutung der FET Flagships für die technologische und gesellschaftliche Zukunft Europas hervor.

  • Bericht der FET Advisory Group: 'The need to integrate the Social Sciences and Humanities with Science and Engineering in Horizon 2020 and beyond'

    Der Bericht der FET Advisory Group, "The need to integrate the Social Sciences and Humanities with Science and Engineering in Horizon 2020 and beyond", diskutiert den Mehrwert, den eine stärkere Integration der Geistes- und Sozialwissenschaften auch bei technologieorientierten Projekten haben kann. Bei der Entwicklung technologischer Innovationen sollte stets der gesellschaftliche Kontext berücksichtigt werden. Für Horizont 2020 und seine Nachfolgeprogramme empfiehlt die FET Advisory Group daher, dass Calls die aktive Einbindung der Geistes- und Sozialwissenschaften noch stärker befördern sollten.

    Die FET Advisory Group besteht aus von der Kommission ernannten Expertinnen und Experten. Ihr Vorsitzender ist Professor Jerzy Langer. Die Gruppe trifft sich mehrmals im Jahr.

  • Kostenloses Webinar: Kommunikation

    Die Kommunikation und effektive Verbreitung von Forschungs- und Projektergebnissen ist für viele Projekte eine große Herausforderung. In einem 60-Minuten Webinar bietet sich am 17. Januar nun die Möglichkeit, von den Erfahrungen anderer Projekte zu profitieren. Das CommsWorkout ist interaktiv angelegt, kostenlos und richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen.

    Zur Aufzeichnung des Seminars