Aktuelles

Linke Gesichtshälfte einer jungen Frau mit Brille

Foto Thinkstock

  • Brüsselfahrt für Wissenschaftlerinnen – 16./17. Oktober 2017

    Im Oktober bietet die Kontaktstelle FiF eine zweitägige Brüsselfahrt zum Kennenlernen der europäischen Forschungspolitik an. Teilnehmen können promovierte Wissenschaftlerinnen jeder Fachrichtung von Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland. Die Agenda enthält Vorträge zum Rahmenprogramm Horizont 2020, unter anderem zu den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen, dem ERC und dem Querschnittsthema Gender und Chancengleichheit. Auf dem Programm stehen auch ein Besuch im Europäischen Parlament und das Gespräch mit einer Abgeordneten aus dem Forschungsausschuss.

    Die Registrierung ist ab jetzt möglich.

    Mehr Informationen zur Veranstaltung und Registrierung

  • Neue FiF-Broschüre

    Die Kontaktstelle FiF hat eine neue Broschüre herausgebracht. Darin werden die Themen Chancengerechtigkeit und Gender in Horizont 2020 genau erläutert. Daneben stehen konkrete Beispiele im Vordergrund. Sechs Wissenschaftlerinnen und ihre Projekte aus unterschiedlichsten Bereichen werden vorgestellt. Weitere Projekte illustrieren die Integration von Genderaspekten. Auch zwei Projekte mit Fokus auf den Institutionellen Wandel für bessere Chancengerechtigkeit werden vorgestellt.

    Die Broschüre ist als PDF zum Download auf der FiF-Website verfügbar. Druckversionen bestellen Sie bitte über die Bundesdruckerei.

  • Horizont 2020 Interim Evaluation: Lückenhafte Datenlage zu weiblicher Beteiligung und Genderaspekten

    Ende Mai 2017 hat die EU-Kommission die sogenannte Zwischenevaluierung (Interim Evaluation) von Horizont 2020 veröffentlicht. Die Ergebnisse der Evaluation fußen neben der kommissionseigenen Datenbank auch auf einer öffentlichen Konsultation sowie der Arbeit mehrerer zu diesem Zweck einberufener Beratungsgremien, darunter auch einer Gruppe zu „gender equality as a cross cutting issue in Horizon 2020.“

  • Dokumentation des deutschen Gender in Physics Day 2017

    Anfang des Jahres richtete das DESY in Hamburg Veranstaltung „Culture and Careers in Physics“ aus. Die Präsentationen und Poster der Veranstaltung sind inzwischen auf der Webseite des Projekts GENERA verfügbar, in dessen Rahmen die Veranstaltung stattfand. Auf der Tagesordnung standen unter anderem Diskussionen zum Stand der Umsetzung von Chancengerechtigkeit in der Physik in Deutschland und über Ansatzpunkte für Einrichtungen um den institutionellen Wandel in der Physik voran zu treiben.

    ENERA wird unter Horizont 2020 im Programmteil „Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft“ gefördert. Das Projekt will den beteiligten Institutionen Unterstützung bei der Umsetzung von modernen Gleichstellungsmaßnahmen und -plänen bieten. Jede am Projekt teilnehmende Einrichtung richtet eine solche Veranstaltung aus.

    GENERA wird auch auf der FiF-Homepage und in der neuen Broschüre vorgestellt.

  • EU Fact Sheet "Gleichstellung von Männern und Frauen"

    Der Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments hat aktuell in der Reihe "Kurzdarstellungen zur Europäischen Union" ein Fact Sheet zur Gleichstellung veröffentlicht. Darin zusammengefasst sind Grundlagen und einschlägige Maßnahmen der Europäischen Union. Neben Rechtsvorschriften aus dem Vertrag von Lissabon und seinen Vorläufern werden entsprechende Urteile des Europäischen Gerichtshofs angeführt, die als Meilensteine bei der Rechtsprechung angesehen werden. Hinzu kommt die Darstellung jüngster Maßnahmen der Europäischen Union, darunter zum Beispiel das Programm "Gleichstellung, Rechte und Unionsbürgerschaft" im Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR 2014-2010) und die Einrichtung des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen EIGE 2006 sowie die stetige Weiterentwicklung von dessen Aktivitäten. Zuletzt wird auch die Rolle des Europäischen Parlaments in der Politik zur Chancengleichheit thematisiert.

  • Elsevier-Bericht "Gender in the Global Research Landscape"

    Der zum Weltfrauentag am 8. März 2017 veröffentlichte Bericht "Gender in the Global Research Landscape" untersucht die Beteiligung von Frauen in der Forschung, primär der wissenschaftlichen Publikation. Herausgeber ist Elsevier, ein führendes Unternehmen für wissenschaftliche Publikationen und Dienstleistungen. Der Bericht wertet umfangreiche Daten aus Elseviers Online-Datenbanken aus. Internationale Expertinnen und Experten, darunter auch von der Gemeinsamen Forschungsstelle (Joint Research Centre) der Europäischen Union, haben zu der Auswertung beigetragen.

    Mehrere wissenschaftliche Dienste und Medien haben den Bericht aufgegriffen. Auch die renommierte Fachzeitschrift Nature berichtet über den bislang nur langsam steigenden Frauenanteil bei Publikation, Zitation und Erstautorinnenschaft.

    Ende 2015 hatte der Bericht "Mapping Gender in the German Resarch Area" insbesondere das Publikationsverhalten deutscher Forscherinnen untersucht.

  • Die "Gender-Linse" in der Medizin

    In einem kompakten und allgemeinverständlichen Aufsatz hat die renommierte Kardiologin und Direktorin des Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin an der Berliner Charité, Dr. Vera Regitz-Zagrosek, die geschlechtsspezifischen Aspekte von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammengefasst. Als zentrales Problem identifiziert sie den Mangel an Wissen, sowohl auf Seiten von Patientinnen (die die teils anderen Symptome nicht erkennen), als auch Ärztinnen und Ärzten und damit bei Diagnose und Therapie.

    Sie leitet daraus grundlegende notwendige Ansätze für jedwede medizinische Forschung ab. Durch die "Gender-Linse" betrachtet, argumentiert Dr. Regitz-Zagrosek, würde Forschung und damit letztlich Therapie vieler Krankheiten erst Männern und Frauen gleichermaßen gerecht und optimal auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt. So sei zum Beispiel mehr interdisziplinäre Forschung nötig, ebenso ein verbessertes Bewusstsein bei politischen Akteurinnen und Akteuren, außerdem gezielte Förderung im Bereich der Gendermedizin.

  • EU-Fraueninnovationspreis: Deutsche gewinnt dritten Preis

    Mit einer feierlichen Zeremonie im Europäischen Parlament wurde am 8. März, dem Weltfrauentag, der EU-Preis für Innovationsleistungen von Frauen (EU Prize for Women Innovators) verliehen. Gewinnerin des mit 100.000 Euro dotierten Preises ist die britisch-kroatische Designerin Michela Magas mit ihrem Londoner "Design Innovation Lab" Stromatolite. Der zweite und dritte Preis (50.000 Euro und 30.000 Euro) gingen an die Schwedin Petra Wadström (Firma Solvatten) und die Biochemikerin Dr. Claudia Gärtner aus Deutschland. Ihre Idee eines diagnostischen "Labor im Chipformat" hat sie zur Gründung der auf diesem Gebiet marktführenden microfluidic ChipShop GmbH in Jena geführt.

    Erstmals wurde 2017 zusätzlich die Kategorie "Rising Innovator" (20.000 Euro) ausgeschrieben, die sich an Unternehmerinnen bis 30 Jahre richtet. In dieser Kategorie gewann die Bulgarin Kristina Tsvetanova.

    Mit einer Kampagne wurde der diesjährige Preis öffentlichkeitswirksam angekündigt. So gab es von allen zwölf Finalistinnen, darunter zwei Deutsche, ausführliche Interviews und Videos.

    Den mit Mitteln aus Horizont 2020 (Bereich "Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft") finanzierten Preis gibt es seit 2011. Er wurde seitdem 2014 und 2016 durch die Generaldirektion Forschung und Innovation verliehen. Ziel des Preises ist es, den Blick auf besonders innovative Unternehmerinnen und ihre bereits auf den Markt gebrachten Ideen zu lenken. Für die Teilnahme an dem Wettbewerb ist entscheidend, dass die Unternehmerinnen ein wissenschaftlich und oder technisch innovatives Unternehmen (mit-)gegründet haben und EU-Bürgerin oder Bürgerin eines zu Horizont 2020 assoziierten Staates sind. Mehr Informationen zum Preis gibt es auf den Seiten der Europäischen Kommission.

  • Horizont-2020-Monitoringbericht 2015

    Kurz vor Jahresende 2016 hat die Europäische Kommission den Monitoringbericht 2015 zu Horizont 2020 veröffentlicht. Eine zentrale Feststellung lautet, dass in den ersten beiden Jahren des Rahmenprogramms der Frauenanteil an Horizont-2020-Projekten insgesamt 35,8 % betrug. Dabei wurde wissenschaftliches und nicht wissenschaftliches Personal ausschließlich zusammen erfasst. Der Anteil von Koordinatorinnen wird mit 34,6 % beziffert. Eine kleine Lücke ist festzustellen zwischen dem Anteil registrierter Expertinnen in der Datenbank für die Begutachtung (31,1 %; im Vorjahr: 35,56 %) und dem Frauenanteil bei geschlossenen Begutachtungsverträgen, der bei 36,7 % lag (Vorjahr: 36,27 %). Im Verhältnis zu registrierten Profilen wurden also etwas mehr Frauen als Männer tatsächlich begutachtend tätig (und/oder also zuvor überhaupt erst angefragt). Nach wie vor strebt die Kommission in diesem Feld mindestens ein Verhältnis von 40 % zu 60 % an.

    Die angestrebten 50 % in Beratungsgremien wurden laut Bericht erreicht und sogar minimal übertroffen: 51,9 % Frauen wurden für beratende Gremien und Gruppen zu Horizont 2020 notiert. 36,2 % aller analysierten Projekte gaben an, Gender im Forschungsinhalt aufzugreifen. Grundlage hierfür sind 6.062 laufende oder kurz vor dem Start stehende Projekte der Jahre 2014 und 2015. Details zu Art und Qualität der Genderaspekte werden bislang für das Monitoring jedoch nicht abgefragt.

    Bis auf den Anteil in Begutachtungs- und Beratungsgremien wurden alle genannten Werte erstmals erhoben. Zuvor war nach Einschätzung der Europäischen Kommission keine kritische Masse an bewilligten Projekten erreicht.

    Horizont-2020-Monitoringbericht 2015 (Gender und Chancengleichheit werden auf Seite 53 behandelt.)
    Horizont-2020-Monitoringbericht 2014

  • Printversion der She Figures 2015 und zugehöriges Handbuch

    Nach Erscheinen der Ausgabe 2015 der She Figures als PDF hat die Europäische Kommission nun auch eine Druckversion (inklusive CD) nachgelegt. Diese ist kostenlos über den EU Bookshop bestellbar. Zusätzlich gibt es erstmals ein begleitendes Handbuch, in dem die Methodologie zur Datenerhebung und den Indikatoren erklärt wird. Ziel ist es, dadurch Stakeholdern die eigene Erhebung aussagekräftiger Daten zu Gender in Forschung und Innovation zu erleichtern. Das Handbuch steht als PDF zum Download zur Verfügung

  • Videos zu Gender in der Forschung und Gender Bias bei der Einstellung

    Das kürzlich veröffentliche Video des Bereichs Marie Skłodowska-Curie (Mobilitätsmaßnahmen in Horizont 2020) in der Europäischen Kommission zeigt, wie biologische und soziale geschlechtsbedingte Unterschiede in Projekten beforscht werden können. Der kurze Film thematisiert auch übergeordnet die Anforderung und Relevanz des Themas in Horizont 2020 und ist damit nicht nur für Antragstellende der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) interessant.

    Ein Video des katalanischen Instituts CERCA verdeutlicht, wie geschlechtsabhängige Verzerrungen bei Einstellungsverfahren in Forschungsinstitutionen Wissenschaftlerinnen benachteiligen können. Anhand von Spielszenen werden konkrete, typische Situationen und die dort zu findenden "Fallen" mit Lösungen vorgestellt. Es wird auch unterschieden zwischen bewussten und unbewussten Stereotypen, ihren Auswirkungen und dem professionellen Umgang damit. Das Video ist auch auf den Seiten des ERC im Bereich der Arbeitsgruppe zu Gender Balance zu finden.

  • Aktualisiertes Merkblatt zu Gender und Chancengleichheit im aktuellen Arbeitsprogramm

    Das 'Vademecum on Gender Equality' der Europäischen Kommission nennt Punkt für Punkt die Verankerung von Gender und Chancengleichheit in allen Programmphasen von Horizont 2020. Für das Arbeitsprogramm 2016 - 2017 wurde die ursprünglich 2014 erschienene Zusammenstellung überarbeitet. Es enthält auch ein Glossar mit Definitionen der Europäischen Kommission sowie eine Auflistung aller relevanten Textstellen in den offiziellen Rechtstexten zu Horizont 2020. Das Vademecum ist neben den Seiten der Europäischen Kommission auch auf dem zentralen Portal für Gender in der Forschung, GenPort, zu finden.

    Im sogenannten Participant Portal der Kommission enthält darüber hinaus das dort verlinkte Online Manual einen ausführlichen Bereich zu Gender in Horizont 2020, inklusive FAQ-Sammlung, weiterführenden Links und Checklisten.

  • EIGE-Website mit „GEAR Tool” online

    Das European Institute for Gender Equalty (EIGE) hat das „GEAR Tool“ fertig gestellt. GEAR steht für Gender Equality in Academia and Research und wurde entwickelt als Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einführung um Umsetzung von Gleichstellungsplänen an Hochschulen und anderen forschenden Einrichtungen. Entsprechend richtet sich GEAR an Angestellte solcher Institutionen. Zu der Anleitung gehören unter anderem Hintergrundinformationen zu europäischen und nationalen Rechtssprechungen zu Chancengleichheit in der Forschung, eine Sammlung hilfreicher Argumente, Anforderungen und Erfolgsfaktoren.

    Das EIGE ist eine autonome Einrichtung der Europäischen Union mit Sitz in Vilnius (Litauen). Gender und Chancengleichheit in Forschung und Innovation ist ein relativ junges Themenfeld des EIGE.

  • IGAR-Tool: Praktische Handreichung für Genderanalyse

    Das EU-geförderte ERA-Net GENDER-NET hat das sogenannte IGAR-Tool entwickelt und präsentiert dies auf einer umfangreichen Website. IGAR steht für "Integrating Gender Analysis into Research".

    Adressiert sind forschungsfördernde Organisationen, Antragstellende von Forschungsföderanträgen sowie (potenzielle) Gutachterinnen und Gutachter. Für jede Gruppe gibt es einführende Erläuterungen, spezifische Checklisten und Referenzen. Im allgemeinen Bereich der Seite führt ein Videoclip mit zahlreichen Beispielen in die Thematik ein. Darüber hinaus werden einzelne Forschungs- bzw. Förderbereiche aus Horizont 2020 herausgehoben und mögliche Genderdimensionen darin beispielhaft veranschaulicht. Eine Sammlung einschlägiger Ressourcen und Initiativen rundet das Angebot ab.

  • Statistikdatenbank des EIGE

    Nutzerfreundliche Genderstatistiken, die teilweise lange Zeitreihen abdecken finden sich in der Gender-Datenbank des European Institute for Gender Equality (EIGE). Die wichtigsten Funktionen der Datenbank lassen sich schnell in einem Web-Tutorial entdecken.