Mitteilung zum Europäischen Forschungsraum: Gleichstellung als neuer Schwerpunkt

Linke Gesichtshälfte einer jungen Frau mit Brille

Folgende Schwerpunktbereiche werden in der Mitteilung der Europäischen Kommission für den Europäischen Forschungsraum (EFR) benannt:

  • Effektivere nationale Forschungssysteme (NEU);
  • Optimale länderübergreifende Zusammenarbeit und entsprechender Wettbewerb;
  • Ein offener Arbeitsmarkt für Forscherinnen und Forscher;
  • Gleichstellung der Geschlechter und Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts in der Forschung (NEU);
  • Optimaler Austausch von, Zugang zu und Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen, auch über den digitalen EFR.

Neben Äußerungen zur prozentualen Unterrepräsentanz von Frauen in der EU-Forschung heißt es in dem begleitenden Text auch: "Die Einbeziehung der Geschlechterdimension in die Gestaltung, Bewertung und Durchführung der Forschung ist noch zu begrenzt."

Die Europäische Kommission ersucht in ihrer Mitteilung die Mitgliedstaaten, die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen und Anreize unter anderem für Folgendes zu schaffen:

  • rechtliche und sonstige Hindernisse bei der Einstellung, dem Beschäftigungserhalt und dem beruflichen Fortkommen von Forscherinnen unter uneingeschränkter Einhaltung der EU-Rechtsvorschriften über die Gleichstellung der Geschlechter;
  • Abbau der ungleichen Geschlechterverteilung bei Entscheidungsprozessen;
  • Stärkung der Geschlechterdimension in den Forschungsprogrammen.

Forschungsakteurinnen und -akteure ersucht die Europäische Kommission, institutionelle Veränderungen in Bezug auf das HR-Management, die Finanzierung, die Entscheidungsfindung und die Forschungsprogramme durch Gleichstellungspläne zu verwirklichen (weitere Details bezüglich Audits, Strategien und Monitoring im Dokument).

Die Europäische Kommission selbst kündigt an, "die Gleichstellung der Geschlechter und die Einbeziehung der Geschlechterdimension in die Programme und Projekte von Horizont 2020 bei der Konzeption, Durchführung und Bewertung" zu fördern sowie dazu (nicht näher genannte) Anreize. Darüber hinaus sollen 2013 Empfehlungen an die Mitgliedstaaten ergehen, in der gemeinsame Leitlinien für institutionelle Veränderungen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen und Forschungseinrichtungen vorgeschlagen werden.


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