Aktuelles

Mehrere europäische Flaggen, im Vordergrund die Flagge der EU

Meldungen aus der Forschungs- und Innovationspolitik und zum Europäischen Forschungsraum.

  • Investitionen in Forschung und Innovation sind wichtiger denn je - Europäische Kommission veröffentlicht Studie

    Am 16. März 2017 präsentierte die Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission die Ergebnisse der Studie "The economic rationale for public R&I funding and its impact". Die Studie macht deutlich, wie wichtig öffentliche Investitionen in Forschung und Innovation für das wirtschaftliche Wachstum sind, insbesondere in Zeiten einer sich schnell verändernden, risikoreichen Innovationslandschaft. Laut der Studie beruhen knapp zwei Drittel des europäischen Wirtschaftswachstums auf Innovationen. Öffentliche Investitionen in diesem Bereich helfen, neue Erkenntnisse und Fähigkeiten zu erzeugen und über die Schaffung von Netzwerken Wissen zu verbreiten. Insgesamt werden die Renditen von öffentlichen Investitionen in Forschung und Innovation auf rund 20 % geschätzt, wobei die Renditen von EU-Investitionen noch darüber liegen.

    Der Bericht wird nun an die hochrangige Expertengruppe der Europäischen Kommission unter Vorsitz von Pascal Lamy aus Frankreich übermittelt, die die Europäische Kommission zum Thema Maximierung der Wirkung von EU-Investitionen in Forschung und Innovation berät.

    Pressemitteilung der Europäischen Kommission

  • Weißbuch zur Zukunft Europas

    Welcher Vision der Zusammenarbeit will Europa nach 70 Jahren Frieden einerseits und angesichts der aktuellen Krisen andererseits künftig folgen? Am 1. März 2017 präsentierte EU-Kommissionspräsident Juncker fünf Szenarien zur Zukunft Europas 2025. Von "Weiter so wie bisher" über ein Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten bis hin zur verstärkten Zusammenarbeit zeigt das Weißbuch Optionen auf, die bis zum Herbst in den europäischen Gremien aber auch auf Veranstaltungen in europäischen Städten und Regionen diskutiert werden. Im September 2017 wird Juncker in seiner Rede zur Lage der Union dazu Stellung nehmen, bevor der Europäische Rat im Dezember 2017 erste Schlussfolgerungen ziehen wird.

  • Wissenschaftsschranke - Referentenentwurf UrhWissG

    Mitte Januar 2017 hat das Bundesjustizministerium einen "Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft" vorgelegt. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung wird neu geregelt, welche urheberrechtlichen Nutzungshandlungen im Bereich Bildung und Wissenschaft gesetzlich erlaubt sind, ohne dass es einer Zustimmung der Urhebers und sonstiger Rechtsinhaber bedarf. Durch den Entwurf sollen das Urheberrechtsgesetz, das Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek und das Patentgesetz geändert werden. Die Einführung einer Wissenschaftsschranke ist eine Maßnahme der EFR-Strategie der Bundesregierung.

  • Öffentliche Online-Konsultation zu „Smart Specialisation Strategies“ – RIS3

    Die Europäische Kommission, Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung, startet eine öffentliche Online-Konsultation zur Bewertung der bisherigen Umsetzung von Strategien zur intelligenten Spezialisierung.

    Ziel ist es, verschiedene Einblicke, Sichtweisen und Beispiele für die Umsetzung und Erfahrungen zu sammeln, die Regionen und andere Akteure bisher gemacht haben. Diese sollen bewertet werden und schließlich zur Weiterentwicklung der RIS3 sowie zur Erstellung einer „Commission Communication on Smart Specialisation“ als auch zum nächsten „European Commission's Cohesion Report“ beitragen.

    Die Konsultation ist bis zum 24. März 2017 geöffnet.
     

  • EFR-Fortschrittsbericht veröffentlicht

    Am 26. Januar 2017 hat die Europäische Kommission den Fortschrittsbericht 2016 veröffentlicht. Dieser Fortschrittsbericht zum Europäischen Forschungsraum (EFR) erscheint alle zwei Jahre und bewertet die Erfolge der EU-Mitgliedstaaten bei der Umsetzung des EFR.

    Laut Bericht wurden in der EU große Fortschritte bei der Vertiefung des EFR erzielt. Im EU-Durchschnitt stehen alle Leitindikatoren auf Wachstum, allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten.

    Deutschland wird Nachholbedarf attestiert bei der Nutzung des EURAXESS-Jobs-Portals, dem Anteil von Wissenschaftlerinnen bzw. Professorinnen im Hochschulsektor, der Zusammenarbeit von Forschungsinstituten mit der Privatwirtschaft und dem Anteil von Open-Access-Publikationen. Positiv hervorgehoben werden die deutschen Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Patente pro 1.000 Forschende, die Beteiligung an ESFRI-Forschungsinfrastrukturen sowie die Zusammenarbeit von Hochschulen mit der Privatwirtschaft.

    Der EFR-Fortschrittsbericht 2016 besteht aus mehreren Teilen – insbesondere einem zusammenfassende Bericht der Kommission und einzelnen Länderberichten. Sie finden alle Dokumente hier.

  • Strategie der Bundesregierung zur 'Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung' veröffentlicht

    Am 1. Februar 2017 hat das Bundeskabinett die neue Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung beschlossen, die unter der Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitet wurde. Die Strategie knüpft an die Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2008 an und reagiert auf die neuen Trends und Herausforderungen, die sich seitdem ergeben haben und die sich maßgeblich auf die internationale Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft und Forschung auswirken. Dazu gehören die zunehmende Globalisierung, die Digitalisierung, die Weiterentwicklung des Europäischen Forschungsraums und die Herausbildung neuer, globaler Innovationszentren außerhalb der etablierten Wissenschaftsstandorte.

    Unter dem Leitmotiv "Internationale Kooperation: vernetzt und innovativ" definiert die Strategie fünf Ziele:

    • Die Exzellenz des deutschen Wissenschafts- und Forschungssystems auf anhaltend hohem Niveau halten und steigern.
    • Deutschlands Innovationskraft international stärker entfalten.
    • Berufsbildung und Qualifizierung internationaler ausbauen.
    • Schwellen- und Entwicklungsländer verstärkt als Partner in die Ausgestaltung der globalen Wissensgesellschaft einbinden.
    • Die europäische und internationale Zusammenarbeit zur Lösung globaler Herausforderung intensivieren.