ERIC - Konsortium für eine europäische Forschungsinfrastruktur

Blick in den zwei Kilometer langen Beschleunigertunnel des European XFEL

© XFEL Beschleunigertunnel; Foto: European XFEL

Das Strategieforum ESFRI regte 2007 an, einen gemeinsamen Rechtsrahmen für neue Forschungsinfrastrukturen zu etablieren, damit die Vorhaben der ESFRI-Roadmap auf europäischer Ebene von den Mitgliedstaaten schneller umgesetzt werden.

Die Verordnung über den gemeinschaftlichen Rechtsrahmen für eine europäisches Konsortium für eine Forschungsinfrastruktur (ERIC) wurde am 25. Juni 2009 verabschiedet und trat am 28. August 2009 in Kraft.

Kernstück der ERIC ist die Einstufung eines künftige ERIC als internationale Einrichtung im Sinne des Artikel 143 Buchstabe g) und 151 Absatz 1 Buchstabe b) der Mehrwertsteuerrichtlinie. Die Anerkennung als internationle Einrichtung und die damit verbundene Befreiung von der Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer erfolgt durch den Mitgliedstaat, der vom Konsortium als Sitzland der künftigen neuen Forschungsinfrastruktur bestimmt wurde. Die Anerkennung als internationale Einrichtung durch einen Mitgliedstaat hat die Anerkennung aller EU-Mitgliedstaaten zur Folge.

Die Niederlande waren das erste Land, das Regelungen für die Anerkennung eines ERIC veröffentlicht hat. Deutschland hat am 30. Juni 2013 die Rechtsgrundlage geschaffen, um selbst auch Sitzland eines ERIC werden zu können.

Inzwischen haben neben den EU-Mitgliedsländern auch Assoziierte Staaten die Möglichkeiten, ERICs zu gründen. Mitgliedstaaten haben auch nicht mehr automatisch die Stimm-Mehrheit.

Die Europäische Kommission hat in Zusmmenarbeit mit den Mitgliedstaaten einen praktischen Leitfaden für die Etablierung eines ERIC erarbeitet.

Mehr Informationen zu ERICs inklusive einer Anleitung zum Aufbau eines ERIC finden Sie auf der entsprechenden Seite der Europäischen Kommission. Die Verordnung zum gemeinsamen Rechtsrahmen für ERICs können Sie hier in deutscher und in englischer Sprache herunterladen.