Aktuelles

Hände halten gemeinsam ene Weltkugel hoch

  • Änderungen des Model Grant Agreement zu Horizont 2020 - Relevanz für Drittstaatenkooperation

    Am 27. Februar 2017 hat die Europäische Kommission den aktualisierten Musterzuwendungsvertrag (Model Grant Agreement) veröffentlicht. Der eingeführten Artikel 14a erlaubt eine erweiterte Regelung für die Teilnahme von internationalen Partnern in Projekten.

    In Artikel 14a können von nun an internationale Partner aufgeführt werden, die Aufgaben im Projekt wahrnehmen, aber nicht förderfähig sind. Dies sind in der Regel Partner aus industrialisierten Drittstaaten, den BRIC-Staaten und Mexiko. Diese Partner müssen das Grant Agreement nun nicht mehr unterzeichnen, sondern können die ihnen in der Projektbeschreibung zugewiesenen Aufgaben in der Rolle als internationaler Partner umsetzen. Dabei müssen diese Aufgaben immer auch einem Projektpartner untergeordnet sein, sodass die vertraglich zugesicherte Durchführung gegenüber der Europäischen Kommission gewährleistet ist.

    Da es sich um eine Neuregelung handelt, ist eine rückwirkende Anwendung auf laufende Verträge nicht möglich. Dies bedeutet, dass diese Option erst auf Verträge Anwendung findet, die mit oder nach In-Kraft-Treten der Regelung am 27. Februar 2017 geschlossen wurden.

    Weitere Änderungen und Klarstellungen im neuen Musterzuwendungsvertrag, die z.B. die Personalkosten betreffen, finden dagegen rückwirkend Anwendung, sofern Sie zugunsten der Zuwendungsnehmer ausfallen.

    Die aktualisierte Version des Model Grant Agreement finden Sie hier.

    Die Version im Modus der Nachverfolgung der vorgenommenen Änderungen finden Sie im neuen Grant Agreement auf Seite 3 ganz unten verlinkt.

  • Issue Paper zum Thema „Open to the World“

    Die Europäische Kommission hat im Februar 2017 eine Reihe sogenannter „Issue Papers“ veröffentlicht, eines davon widmet sich dem Bereich „Open to the World“. Die Issue Papers liefern Hintergrundinformationen zur Unterstützung der „High Level Group on maximising the impact of EU research and innovation programmes“.

    Das Issue Paper zu „Open to the World“ beschreibt in kurzer Form den Stand der internationalen Zusammenarbeit in Horizont 2020 und präsentiert aktuelle Daten zur Beteiligung von Drittstaaten an Horizont 2020 im Vergleich zu FP7. Das Issue Paper nennt beispielhaft Strategien, die die Öffnung von Forschungs- und Innovationsprogrammen für internationale Partner fördern und gibt Anregungen für die weitere Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit.

    Das Issue Paper zu „Open to the World“ (S. 26-31) ist hier erhältlich.

  • Strategie der Bundesregierung zur 'Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung' veröffentlicht

    Am 1. Februar 2017 hat das Bundeskabinett die neue Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung beschlossen, die unter der Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitet wurde. Die Strategie knüpft an die Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2008 an und reagiert auf die neuen Trends und Herausforderungen, die sich seitdem ergeben haben und die sich maßgeblich auf die internationale Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft und Forschung auswirken. Dazu gehören die zunehmende Globalisierung, die Digitalisierung, die Weiterentwicklung des Europäischen Forschungsraums und die Herausbildung neuer, globaler Innovationszentren außerhalb der etablierten Wissenschaftsstandorte.

    Unter dem Leitmotiv "Internationale Kooperation: vernetzt und innovativ" definiert die Strategie fünf Ziele:

    • Die Exzellenz des deutschen Wissenschafts- und Forschungssystems auf anhaltend hohem Niveau halten und steigern.
    • Deutschlands Innovationskraft international stärker entfalten.
    • Berufsbildung und Qualifizierung internationaler ausbauen.
    • Schwellen- und Entwicklungsländer verstärkt als Partner in die Ausgestaltung der globalen Wissensgesellschaft einbinden.
    • Die europäische und internationale Zusammenarbeit zur Lösung globaler Herausforderung intensivieren.

  • ERA Progress Report 2016

    Am 27. Januar 2017 hat die Europäische Kommission ihren "ERA Progress Report 2016" veröffentlicht. Anhand der folgenden sechs Prioritäten berichtet die Europäische Kommission über den Stand der Implementierung des Europäischen Forschungsraumes:

    • Effektivere nationale Forschungssysteme;
    • Optimale länderübergreifende Zusammenarbeit und entsprechender Wettbewerb;
    • Offener Arbeitsmarkt für Forscherinnen und Forscher;
    • Gleichstellung der Geschlechter und Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts in der Forschung;
    • Optimaler Austausch von, Zugang zu und Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen;
    • Stärkung der internationalen Dimension des Europäischen Forschungsraumes.

  • Scoping Paper zum Arbeitsprogramm 2018 - 2020 für die 6. Thematische Herausforderung veröffentlicht

    Die Europäische Kommission hat zur Vorbereitung des Arbeitsprogramms 2018 - 2020 sogenannte Scoping Papers für die einzelnen thematischen Bereiche von Horizont 2020 veröffentlicht. Für die 6. Thematische Herausforderung sind drei sogenannte 'strategic orientations' vorgesehen, die auch eine Dimension der Drittstaatenbeteiligung enthalten:

    • Migration und Flüchtlingskrise, z. B. Asyl und internationaler Schutz;
    • Kulturelle und technologische Transformation für menschlichen und sozialen Fortschritt, z. B. zukünftige Demokratie, Governance und Institutionen;
    • Governance for the future, z. B. Konflikte, Globale Gerechtigkeit und Stabilität.

    Die Scoping Papers basieren auf Ergebnissen von Stakeholder-Konsultationen sowie Diskussionen der Europäischen Kommission mit den Mitgliedstaaten. Auf Grundlage der Papiere wird in den kommenden Monaten das Arbeitsprogramm für die Aufrufe der Jahre 2018 - 2020 erarbeitet werden. Zusätzlich gibt es ein Overarching Paper, das die übergreifende strategische Ausrichtung des künftigen Arbeitsprogramms zusammenfasst. Hier wird auch die Verstärkung der internationalen Forschungs- und Entwicklungskooperation hervorgehoben.

    Das finale Arbeitsprogramm wird voraussichtlich im Oktober 2017 veröffentlicht.

  • Schweiz: Vollständige Assoziierung an Horizont 2020 ab 1. Januar 2017

    Am 16. Dezember 2016 hat der Schweizer Bundesrat das Protokoll zur Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien zwischen der EU und der Schweiz ratifiziert und erfüllt nunmehr die Bedingungen für eine vollständige Assoziierung an Horizont 2020. Die vollständige Assoziierung der Schweiz gilt ab dem 1. Januar 2017. Zwischen dem 15. September 2014 und dem 31. Dezember 2016 war die Schweiz nur teilweise an Horizont 2020 assoziiert.

    Die vollständige Assoziierung der Schweiz an Horizont 2020 gilt für alle Grant Agreements (GA), die ab dem 1. Januar 2017 geschlossen werden. Grant Agreements, die vor dem 1. Januar 2017 unterzeichnet wurden, bleiben hiervon unberührt. In praktischer Hinsicht bedeutet dies, dass Schweizer Einrichtungen nunmehr in allen Bereichen von Horizont 2020 automatisch förderfähig sind und Fördermittel bei der Europäischen Kommission beantragen können.

    Informationen der Europäischen Kommission
    Informationen der Schweizerischen Eidgenossenschaft