FET Proactive

Eine weiße Leiter ragt in einen blauen Himmel hinauf

Foto Thinkstock

Aufbau neu aufkommender Themen und Forschungslandschaften (FET Proactive)

FET Proactive fördert – thematisch fokussiert – revolutionäre, multidisziplinäre, technologische Forschung als Antwort auf kommende soziale und industrielle Herausforderungen. Ziel von FET Proactive ist die Reifung neuer technologischer Themengebiete sowie Anbahnung und Aufbau der hierfür erforderlichen Forschungslandschaften. Damit sollen neue, aufstrebende Themenfelder in die Strukturierung bzw. den Aufbau relevanter Forschungsgemeinschaften und in die Entwicklung industrieller Forschungsagenden einfließen. Gefördert werden größere Verbundprojekte mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Budget von vier bis zehn Millionen Euro.

Im Gegensatz zur Förderlinie FET Open sind die Themen bei FET Proactive im FET-Arbeitsprogramm vorgegeben. Die Einreichung ist einstufig mit einem maximal 30-seitigen Antrag.

FET-Proactive-Themen im Arbeitsprogramm 2016/17:

  • Area 1: Future technologies for societal change
    - Being human in a technological world
    - New science for a globalised world
  • Area 2: Biotech for better life
    - Intra- and inter-cell bio-technologies
    - Bio-electronic medicines and therapies
    - Cognitive neuro-technologies
  • Area 3: Disruptive information technologies
    - New computing paradigms and their technologies
    - Quantum engineering
    - Hybrid opto-electro-mechanical devices at the nano-scale
  • Area 4: New technologies for energy and functional materials
    - Ecosystem engineering
    - Complex bottom-up construction


Die Ausschreibungen für FET Proactive im Arbeitsprogramm 2016/17 sind bereits geschlossen. Es wurden 12 Projekte für eine Förderung ausgewählt.

Projekte:

  • Das von der Max-Planck-Gesellschaft koordinierte Projekt ODYCCEUS befasst sich mit der Frage, ob soziale Krisen verhindert werden können, wenn Konfliktpotentiale, die sich schon früh in den sozialen Medien abzeichnen, ebenso früh erkannt werden könnten. Dafür werden neue, innovative Beteiligungsinstrumente auf Open Source-Basis entwickelt.
  • Die Universität Göttingen koordiniert das mit 1,25 Millionen Euro geförderte Projekt Plan4ACT. Ziel des Projekts ist es, neuronale Aktivitäten aufzuzeichnen und zu verstehen, um Handlungen vorhersagen. Die Ergebnisse sollen auf Kontrollmechanismen in smarten Häusern übertragen werden.
  • Das Projekt Cimplex (Bringing CItizens, Models and Data together in Participatory, Interactive SociaL EXploratories) wird vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz koordiniert und mit 4,2 Millionen Euro gefördert. Es will Methoden entwickeln, um die Ausbreitung von Krankheiten in komplexen sozialen Systemen besser hervorsagen und beeinflussen zu können.
     

Weitere Informationen zu den geförderten FET-Proactive-Projekten.

FET-Proactive-Thema High Performance Computing (HPC)

Angelehnt an die drei Säulen der europäischen HPC-Politik verfolgt das FET-Arbeitsprogramm folgende Ziele:

  • Entwicklung der nächsten Generation von HPC-Technologien, Anwendungen und Systemen Richtung exascale,
  • Zugangsgewährung zu den besten Höchstleistungsrechner-Einrichtungen und Diensten sowohl für Wissenschaft wie Industrie (einschließlich KMU),
  • Erreichen von Exzellenz in HPC-Applikationen
     

Gefördert werden Forschungsprojekte und Begleit- und Unterstützungsmaßnahmen.
Mehr Informationen zu den FET-Proactive-HPC-Ausschreibungen im FET-Arbeitsprogramm 2016/17.