Die Bedeutung der EU-Strukturfonds für Forschung und Innovation und Synergien mit Horizont 2020

Bunte Holzwürfel auf einem bunten Fadennetz

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Mit der verstärkten Ausrichtung auf die Strategie Europa 2020 und dem insgesamt engeren mehrjährigen Finanzrahmen 2014 - 2020 sind einige Weichenstellungen im neuen Rechtsrahmen für die EU-Kohäsionspolitik vorgenommen worden: eine Konzentration der Mittel auf bestimmte thematische Ziele (einschließlich Ziel 1 "Forschung, technologische Entwicklung und Innovation"), eine klarere Arbeitsteilung mit anderen EU-Programmen der Forschungs- und Innovationsförderung, insbesondere Horizont 2020, und damit einhergehend eine Vereinfachung und Harmonisierung der Förderregeln zur besseren Verzahnung der EU-Programme im Bereich Forschung und Innovation. Die wechselseitigen Synergien zwischen den einzelnen Instrumenten auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene sollen den effektiveren Einsatz der Mittel begünstigen und dafür sorgen, dass diese sich in ihrer Wirkung verstärken. Eine Übersicht über Horizont-2020-Ausschreibungen mit Synergienbezug zu den Strukturfonds im Arbeitsprogramm 2016/17 finden Sie hier .

Zu diesem Thema hat die Europäische Kommission einen Leitfaden zur Unterstützung von Synergien zwischen den Europäischen Strukturfonds, Horizont 2020 und anderen EU-Programmen für Forschung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit veröffentlicht. Dieser ist vor allem für Programmentwickler und andere Personen und (öffentliche) Institutionen bestimmt , die in alle Arten der strategischen regionalen Ausrichtung (z. B. im Rahmen der Smart Specialisation Strategy RIS3), der Koordinierung und Implementierung von Programmen, Entwicklung von unterstützenden Maßnahmen, Entwicklung von Projektformaten, Beratung, Berichterstattung, Audits, formale Modalitäten, Harmonisierung von Förderregeln etc. involviert sind.

In Deutschland startete 2014 der Bund-Länder-Dialog zur Stärkung von Synergien zwischen Horizont 2020 und den ESIF.

Mit der regelmäßig tagenden Arbeitsgruppe wird der in der Partnerschaftsvereinbarung zwischen Deutschland und der Europäischen Kommission für die ESIF verabredete "nationale Koordinierungsmechanismus für Kooperation und Dialog zwischen den beteiligten Akteuren" umgesetzt. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe besteht aus Vertretern von BMBF, für die ESIF zuständigen Ministerien der Bundesländer sowie der Nationalen Kontaktstellen zu Horizont 2020.

Der Prozess ist die Antwort auf die zunehmend integrierten Themen und die stärkere Innovationsorientierung in Horizont 2020 einerseits, und die weiter wachsende Bedeutung von Forschung und Innovation in den ESIF und der damit verbundenen stärker wettbewerbsorientierten Ausschreibung der Fördermittel in vielen Bundesländern andererseits. Sein Ziel ist es, für Transparenz über die Antragsmöglichkeiten in den Bereichen Forschung und Innovation zu sorgen und den Zugang zu Fördermöglichkeiten für die Antragstellenden zu verbessern. Darüber hinaus soll er die strategische Ausgestaltung der Programme unterstützen.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite "Bund-Länder-Dialog Synergien ESIF - Horizont 2020".